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1000Mikes - Mitmachradio im Internet

Bei 1000Mikes kann jeder zum Moderator seines eigenen Mitmachradios im Internet werden. Die Internetseite ist seit Anfang des Jahres online, oder besser gesagt "on air". Jeder kann sich registrieren und bekommt dann eine Telefonnummer zugewiesen über die er seine eigene Live-Radioshow starten kann. "Wir wollen, dass der User spontan von irgendwo, wann er will und wie er will, berichten kann von dem, was er gerade sieht", sagt einer der Gründer des Mitmachradios Peter Scheyer. Also kann man einfach ein Telefon oder Handy ans Ohr halten und mit der Show beginnen.

1000Mikes Mitmachradio basiert auf der Idee von BlogTalkRadio.com aus den USA. Das Internet hat schon Millionen von Bloggern hervorgebracht, die mehr oder weniger erfolgreich über ihr Leben, Hobbies und die Welt berichten. Genauso funktioniert das eigene Internet-Live-Radio, nur mit noch weniger Aufwand, denn mehr als ein Telefon braucht man nicht. BlogTalkRadio.com hatte im letzten Jahr 13 Millionen Zuhörer, die einer der inzwischen 70.000 Radio-Shows lauschten. 1000Mikes kann bisher nicht mit solchen Zahlen auffahren, 800 registrierte Nutzer ziehen mit ihrem eigenen Radioprogramm zwischen fünf und 150 Zuhörer pro Sendung an.

Aber das Unternehmen steht ja auch noch in den Startlöchern, man hofft auf eine steigende Nachfrage in der kommenden Zeit. Besonders beliebt sind die Lesungen der Hamburger Literaturinterpretin Rena Larf. Ob "Sinnlich-erotische Liebeslyrik", "Geschichten aus dem Baumarkt" oder "Die Schokoladenstory", Larf hat Spaß an ihren Radio-Shows. Vor allem, dass der Ton bei dieser Art der Übertragung nie so ganz perfekt ist, findet sie charmant.

Bisher mussten sich die Gründer von 1000Mikes noch nicht mit Urheberrechtsklagen rumquälen, obwohl die Nutzer immer wieder Musik einspielen würden. "Wir greifen in diesem Fall proaktiv ein und machen die Nutzer auf die Problematik aufmerksam oder brechen die Übertragung ab", sagt Mitbegründer Frank Felix Debatin. Möglichst bald soll 1000Mikes durch Werbeeinnahmen finanziert werden. Mitmachradio-Moderatoren können dann selbst entscheiden, ob sie Werbung in ihrer Sendung platzieren oder nicht. Falls ja, werden sie beteiligt. Wenn das alles klappt, wird man in der Zukunft sicher noch was hören vom Mitmachradio 1000Mikes im Internet.

Quelle: heute.de
Bild: 1000mikes.com

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